Gewerbeverein Rödermark Neujahrsempfang Rede des 1. Vorsitzenden Manfred Rädlein

Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Rädlein:

ABB Holz, Höxter  Geschäftsführer   Globalholz GmbH Inhaber

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

wie jedes Jahr begrüße ich sie ganz herzlich und wünsche Ihnen und  Ihren Familien und Freunden alles Gute für dieses Jahr. Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind. Mit „uns“ meine ich den Gewerbeverein und die Stadt Rödermark. Seit Jahren richten wir den Neujahrsempfang gemeinsam aus. Unseren Dank an Herrn Bürgermeister Kern. Ein gutes Beispiel für die angenehme und produktive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Gewerbeverein Rödermark., der Interessensvertretung des Rödermärker Gewerbes, bestehend aus Einzelhandel,  Handwerk, Gastronomie und Dienstleistern, für die ich herzlich danke.



Sehr geehrte Damen und Herren,

schon letztes Jahr brummte Deutschlands Wirtschaft wie noch nie. Deutschland erwirtschaftet 2014 den größten numerischen Handelsüberschuss weltweit, der Export alleine über 1 Billion Euro, mehr als  die Amerikaner oder Chinesen. Die Automobil-, Investitionsgüter- und Maschinenbauindustrie sind die verlässlichen Säulen dieser Erfolgsgeschichte. Die Steuern sprudeln wie noch nie. Alles ist also derzeit in Butter, trotz der Krise in der Ukraine, dem Kriegsgeschehen im Nahen Osten und dem drohenden Kollaps der russischen Wirtschaft. Die abgestürzten Ölpreise, den damit verbundenen, niedrigen Energiepreisen und der historisch niedrige Euro tragen großen Anteil dazu bei. Im Dezember 2014 schreibt das renommierte Münchner Ifo-Institut, dass es 2015 mit „mehr Schwung für die deutsche Wirtschaft“ rechnet, gefördert durch „starke Impulse vom Konsum, mit geschätzter Zuwachsrate von 1,7 Prozent.

 

Niedrige, beinahe null Zinsen stellen den Privatinvestor jedoch vor die nahezu unlösbare Aufgabe rentabler Investitionen. Die Finanzmärkte sind mittlerweile abhängig von der EZB und politischen Entscheidungen, nicht mehr von den traditionellen marktwirtschaftlichen Kennziffern. Einer Studie zufolge lohnen sich selbst für Privatanleger in Deutschland Investitionen in Immobilien oft nicht mehr. Wohin sollen die Konsumenten ihr Geld investieren? Die Inflation und die Niedrigzinsen fressen ihre Vermögen auf.

 

Bleibt also nur der KONSUM. Das Angebot in allen Bereichen der Konsumwirtschaft ist so groß wie noch nie. Bei uns in der Holzindustrie z. B. freuen sich Industrie und Holzfachhandel über das positive Einkaufsverhalten der Konsumenten. Die staatlich verordneten Austauschprogramme rund um die Energieeinsparung lässt die Herzen der Handwerker höher schlagen.  Teurer Schmuck, Oldtimer, Kunstobjekte – dort sollen sich Investitionen lohnen. Der Geldbeutel der Konsumenten sitzt lockerer als je zuvor. Im stationären Einzelhandel in den Metropolen, in erster Linie aber beim rasant wachsenden Internethandel läuft das Geschäft auf Hochtouren. Selbst Autozulassungen verzeichnen Zuwächse. Abseits der Metropolen sieht das leider anders aus.

 

Im Konsumbereich tummeln sich inzwischen Händler in zwei Bereichen: A: Stationärer Handel und B: Internet Handel.

 

Mit Rocket Internet zum Beispiel haben die Samwer-Brüder 2007 einen Inkubator gegründet, der mittlerweile an etwa 70 Firmen beteiligt ist und Start-ups nach dem Baukastensystem produziert. Häufig Blaupausen, sogenannte „Hightech-Plagiate" erfolgreicher US-Unternehmen. Aggressive Internethändler wie Zalando, Amazon. Ebay, Home24, Uber (Taxi-App) usw. haben sich rasend schnell zum größten Problem für die stationären Einzelhändler entwickelt. Internet Startups, die sich innerhalb von wenigen Jahren zu milliardenschweren, Börsen notierten Anbietern entwickelt haben, machen den traditionellen Kleinbetriebe das Überleben schwer. In Rödermark, abseits der Großinvestoren, kann sich das Gewerbe vertrauensvoll an die Sparkasse Dieburg und Volksbank Maingau wenden. Auch für die fortwährende Unterstützung unseres Vereins. Herzlichen Dank!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schlage jetzt die Brücke zum Rödermärker Einzelhandel. Hier hat es schon wieder gescheppert. Weber Wohnideen, ein Traditionsunternehmen in Ober-Roden, schließt seine Pforten. Das ist leider ein Trend, den es aufzuhalten gilt. Aber wie in den Zeiten des Internet?

 

Wie kann also der stationäre Einzelhandel gegen den Onlinehandel bestehen. Ich sage: Der Trend ist Dein Freund, den musst Du erkennen, akzeptieren und ihm folgen.

 

Hier ein Beispiel. Stephan Sperling, Google-Stratege, sagt: „In 5 Jahren schlagen lokale Ladengeschäfte den Online-Handel.“ Klingt nach einer gewagten Prognose!

 

Wir arbeiten gerade mit mehreren Einzelhändlern an einem Konzept namens CrossCommerce – und das soll genau das tun, was diese Studie vorhersagt:

 

Über digitale Kanäle Kunden in lokale Ladengeschäfte und zu den Dienstleistern bringen – und die Vorteile beider Welten verbinden.

 

Ziel: Online-Nutzer zu Laden-Besuchern und dort dann zu Käufern und Kunden zu machen. Dieser Weg kann sehr attraktiv sein. Denn Kunden informieren sich heute online und bereiten im Netz ihren Einkauf vor – und sie wissen schnelle Verfügbarkeiten vor Ort und persönliche Beratung sehr oft zu schätzen. Soziale Netzwerke nicht zu vergessen.

 

Digital, stationär, ganz egal

 

Ich bitte alle Rödermärker Einzelhändler, sofern nicht schon geschehen, sich mit dem Konzept CrossCommerce vertraut zu machen. Das gilt natürlich für alle oben genannten Geschäftsbereiche.

 

Die Rödermärker Wirtschaftsförderung arbeitet mittlerweile intensiv mit dem Einzelhandel zusammen. CrossCommerce sollte in diesem Projekt zu einem wichtigen Bestandteil der Neuausrichtung der Geschäftsmodelle lokaler Einzelhändler werden, wenn das nicht schon der Fall sein sollte.

 

Meine Recherchen ergaben, dass CrossCommerce bei einigen Rödermärker Gewerbetreibenden schon erfolgreich umgesetzt wurde

 

Ein gutes Beispiel dafür, wie sich Händler den Wünschen der Kunden anpassen, ohne über verändertes Kaufverhalten zu lamentieren. Man mag über Elektronikmärkte oder Baumärkte denken, wie man will – aber sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und bieten dem Kunden das, was er will – nämlich kürzeste Einkaufswege gepaart mit Mehrwerten und CrossCommerce. Größter Vorteil: Parkplatzflächen.

 

In die Stadtzentren gehört zwingend eine genügende Anzahl von Parkplätzen, die sich direkt in der Nähe der Geschäfte befinden. Es gilt nun mal mit den Großflächenmärkten zu konkurrieren. Rödermarks Politik muss sich den Konsumentenwünschen beugen, die Ladenvermieter den Notwendigkeiten der Gewerbetreibenden, und die Stadt muss durch optimale ordnungspolitische Rahmenbedingungen zum Überleben des Gewerbes in  ihren Stadtzentren beitragen. eine Stadt ohne belebte Stadtzentren ist tot.

 

Auch der Gewerbeverein ist gezwungen, sein Geschäftsmodell anpassen. Deshalb arbeitet der Vorstand an dem Projekt „Gewerbeverein Rödermark 2.0“. Was ist damit gemeint? 2.0 steht für die Aktualisierung von Konzepten auf die heutigen Anforderungen.

 

Dass wir herausragende Veranstaltungen organisieren können und damit die kulturelle und gesellschaftliche Attraktivität der Stadt maßgeblich prägen, davon konnte sich jeder überzeugen, der in den vergangenen Jahren unsere Märkte und gesellschaftlichen Veranstaltungen besucht hat.

 

Wir wollen uns aber nicht darauf ausruhen, sondern in einem engen Dialog mit unseren Mitgliedern, deren Wünsche, Nöte und Fragen aufnehmen und mit Ihnen neue Strategien entwickeln, um erfolgreich zu sein!

 

Daher veranstaltet der Gewerbeverein am 21. Februar im Parkhotel Rödermark ab 14 Uhr einen Workshop, um den Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, die Ausrichtung des Vereins mitzugestalten, konkrete Maßnahmen und Projekte zu formulieren und mit Ideen dazu beitragen, dass der Gewerbeverein weiter ein Aushängeschild der Stadt Rödermark bleibt.

 

Über das nimmermüde, talentierte Orga-Team des Gewerbevereins Rödermark (alles ehrenamtlich), die beliebten Märkte und Veranstaltungen, die es organisiert, und über die mannigfaltigen Aktivitäten des GVR habe ich letztes Jahr ausführlich berichtet. Trotzdem mein Dank an alle Aktiven.

 

Eine Veranstaltung gilt es jedoch hervorzuheben: den

röderMARKT - Kunst, Kultur und Kommerz at its best!

 

Die Neuauflage der alten UHIGA hat alle Ziele und mehr erreicht: Förderung des Wir-Gefühl Rödermarks; Präsentation einer Gewerbeschau mit den Themen Technik – Energie - Lifestyle – Mobilität – Handwerk – Internationale Küche; eine sich vertiefende Zusammenarbeit mit der der Wirtschaftsförderung Rödermark. Kurz: eine neu konzipierte, erlebnisorientierte Gewerbeschau, begleitet von einem Rahmenprogramm aus Kunst und Kultur und Musik. Wahrlich  ein neues Aushängeschild Rödermarks. Der röderMARKT hat den Grundstein für eine neue Tradition im Dreijahresrhythmus für Rödermarks Gewerbe und Bürger gelegt.

 

Übrigens, lassen sie mich daran erinnern: Die Bürger haben im Rahmen des Stadtleitbildprojekts oberste Priorität auf die  Stärkung des Wirtschaftsstandorts Rödermark gesetzt. Dazu gehört die Ausweisung neuer Gewerbeflächen oder die Nutzung vorhandener Flächen. Seitens der Politik geschieht in dieser Hinsicht leider viel zu wenig. Ein paar Kioske und Kleindienstleister in geriatrischen Einrichtungen, die wie Pilze aus dem Boden schießen, sind da leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

 

Die Wirtschaft als Grundlage, der Mensch im Mittelpunkt, das ist der Untertitel zum neuen Stadtleitbild. Dem gilt es gerecht zu werden. Da gibt es noch viel notwendigen Nachholbedarf.

 

Der Gewerbeverein Rödermark steht für ein buntes Rödermark und unternimmt alles Erdenkliche für ein wirtschaftlich erfolgreiches und familienfreundliches Rödermark! Um diese Ziel zu erreichen, werden wir 2015 den politisch Verantwortlichen unsere Positionen klar und deutlich darstellen.

 

Wir sind Rödermark – wir vertreten die Interessen Rödermarks Gewerbe.

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"Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety"

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